Arnsberg! sagenhaft

Arnsberger Sagen und Anekdoten neu erzählt und fotografisch illustriert
ISBN/EAN: 9783948496173
Sprache: Deutsch
Umfang: 130
Format (T/L/B): 27,0 x 20,0 cm
Auflage: Arnsberg! sagenhaft
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Dieses Buch präsentiert alte und meist bekannte Sagen und Anekdoten in einer neuen Form von Bild und Text. Einer Sage liegen meist sehr weit zuru?ckliegende Ereignisse zugrunde, die an bestimmten Orten geschehen sind. Im Laufe des Weitererzählens solcher Geschichten können sich die Orte ändern, dass etliche dieser Geschehnisse schließlich von mehreren Regionen oder Ländern in Anspruch genommen werden. Da man sie oft u?ber Jahrhunderte hinweg mu?ndlich u?berliefert hat, erfahren sie fantasievolle Übersteigerungen und oft zunehmende Dramatik. Trotzdem bleibt der Eindruck einer möglichen Wahrhaftigkeit erhalten, weil die Handlungen ja an Personen und Orte gebunden sind, auch wenn sie weit zuru?ckliegen. Das Geschehen in den Inhalten der Sagen vermischt sich im Laufe der Zeit immer mehr mit subjektiven Fantasievorstellungen, sodass sich die Sagenwelt zunehmend u?bernatu?rlicher und fantastischer entwickelt hat. Tiere und Pflanzen vermenschlichen sich und geisterhafte Wesen wie Zwerge, Riesen, Elfen und Gespenster beleben die Handlungen. Diese Bezu?ge zu Personen und Orten unterscheiden die Sagen von den Märchen, deren Gestalten, Helden, Begebenheiten und auch Orte durchweg reine Fantasiegebilde sind. Eine weitere Art von u?berlieferten Geschehnissen sind die Anekdoten. Diese liegen im Vergleich zur Sage zeitlich meist gar nicht so weit zuru?ck. Immer rankt sich eine Anekdote um bestimmte Personen, die namentlich oft noch heutigen Generationen bekannt sind, meist in Gestalt von Originalen bestimmter Regionen. Beim Erzählen ihrer Erlebnisse werden sie scharf charakterisiert, die Handlungen konzentrieren sich auf das Wesentliche, sind kurios, fordern Schmunzeln heraus und enden immer in einer Pointe. Insbesondere in Städten und Regionen mit einer weit zuru?ckreichenden Historie haben sich solche Erzählformen zahlreich herausgebildet. Wenn sie auch immer wieder schriftlich festgehalten wurden, lebten und leben sie von der mu?ndlichen Überlieferung. Das trifft auch auf Arnsberg zu. Die alte Stadt verfu?gt u?ber einen umfangreichen Schatz an Sagen und Anekdoten, die in zahlreichen Heften und Bu?chern nachzulesen sind. Warum dann ein weiteres Buch? Beim Durchstöbern der Arnsberger Sagenliteratur fällt vordergru?ndig die Sprache auf, der durch ständiges Nacherzählen oft eine ausgesprochene Altbackenheit anhaftet. Diese lenkt in vielen Fällen von der Dramatik ab, die den geschilderten Szenen innehaftet. Daher habe ich mich zwar an die vorliegenden Texte angelehnt, jedoch versucht, sie in eine zeitgemäße Sprache zu kleiden, die auch von Kindern besser verstanden und dem Spannungsbogen der fantastischen Geschichten gerechter wird. Plattdeutsche Passagen werden hochdeutsch wiedergegeben, dass sie auch beispielsweise von eventuellen Lesern meiner rheinischen Herkunft verstanden werden. Wenn Hintergrundinformationen zu den Geschichten bekannt sind, habe ich sie jeweils angemerkt, um Bezu?ge zur Gegenwart herzustellen. Da wir heute gewöhnt sind, Sachverhalte nicht nur durch Texte, sondern vielmehr auch visuell in Form von Bildern aufzunehmen, habe ich mich vorrangig zu einer aufwändigen Illustrierung durch Fotomontagen entschlossen. Im Gegensatz zu Zeichnungen können die hoch spannenden Situationen des Sagen- und Anekdoteninhalts gewissermaßen wie eine Momentaufnahme wiedergeben werden. Es soll so wirken, als hätte ein Fotograf gerade in dem Augenblick auf den Auslöser gedru?ckt, als etwas Dramatisches passierte. Wie mit Teilen eines Baukastens wurden Personen, Tiere, Gegenstände, Landschaften und Naturgewalten zusammenmontiert, um der Mystik bestimmter Handlungssituationen angemessenen bildlichen Ausdruck zu verleihen. Einige Fotomontagen bestehen aus bis zu 50 Einzelteilen, die, aus unterschiedlichen Quellen stammend, ineinander kopiert wurden. Ein Problem ergab sich dabei: Ich musste mich weitgehend aus dem Fundus meiner Fotografien aus den letzten Jahrzehnten bedienen. Da viele Sagen schon auf das Mittelalter zuru?ckgehen, darf man nicht zu streng bei der Beurteilung von Kleidungen, Landschaften und Ausstattungen sein. Sie sollen zwar ein altertu?mliches Erscheinungsbild zeigen, entsprechen jedoch meist nicht exakt den historischen Realitäten. Das Ziel der Illustrationen ist es vorrangig, sich von der Dramatik der Texte im wahrsten Sinne des Wortes „ein Bild zu machen“, um damit die Fantasie gewissermaßen in einer zweiten Dimension zu beflu?geln. Dazu tragen auch die vielen Details in den szenischen Darstellungen bei. In diesem Sinne wu?nsche ich mir, dass der Leser viel Spaß bei der Beschäftigung mit den in vielerlei Hinsicht neu gestalteten Sagen und Anekdoten hat. Oktober 2020 Jochem Ottersbach
Inhalt Einfu?hrung 7 Silbernacht in Arnsberg 10 Die Sage vom Knu?ppelhund 15 Beim Doktor 17 Animalische Wärme 17 Die Sage von Arnsbergs erster Christin 19 Die Sage vom Hanstein 21 Warum heute das Walpketal Seufzertal heißt 25 Die Sage vom Kittläpper 27 Die Sage von Oberst Beckermann 29 Das Duell auf dem Schlossberg 33 Die Badeanstalt 35 Der Schatz auf dem Römberg 37 Die Sage von Edwina von Arnsberg 39 Wechseljahre 41 April, April 41 Die Sage vom Wetterhof 43 Die Sage von der Rathausmadonna 45 Die Sage vom Fenstersturz 47 Die Sage vom Blauen Stein 49 Merkwu?rdiger Pferdekauf 51 Die Sage vom 8-Uhr-Läuten 53 Die Sage von Mönch Hermanns Versuchung 55 Die Sage von Mönch Hermann und Bertrudis 57 Die Sage von der Schwarzen Hand 59 Chorherrentropfen 61 Die Sage von Junker Heinrichs Treue 63 Die Sage von der Muttergottes in der Not 65 Die Sage von der Jungfer Gertrud 67 Tut Sekt weh? 69 Die Sage von der Rodentelgen-Kapelle 71 Die Sage von den Bluttannen. 73 Die Sage von der Nonnenkuhle 77 Die Sage vom Roten Kreuz in Niedereimer 79 Die Sage von der weißen Frau von Herdringen 83 Die Sage von der Hu?nenburg 85 Die Sage vom Mord an Bosoko und wie der Hl. Ludger in Hu?sten zu Eigentum gelangte 87 Die Sage von den ersten Christen in Hellefeld 91 Die Sage von der Ledernen Bru?cke 93 Die Sage von der Ledernen Bru?cke (Gedicht) 96 Inkert beim Schu?tzenfest 99 Faulenzer 101 Die Sage, wie Wedinghausen Kloster wurde 103 Die Sage vom Brudermord 105 Bönners Quaak 107 Lebendig eingemauert 109 Ohne Geld 109 M. d. O. 110 Die Beichte 111 Die Sage vom Geist auf dem Mu?ssenberg 113 Die Sage vom Kornwucherer 115 Die Sage von Dreists Hermann 119 Die Sage vom feurigen Ritter 123 Ein Knecht hat die Hose voll 125 Der Ersatzmann 126